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ESSEN MITTENDRIN

Aufs Eis geführt

Vor Ort beim Aufbau von ESSEN.ON ICE.

Kaum haben die Hütten des Weihnachtsmarktes am Jahresende das Feld geräumt, gehen auf dem Kennedyplatz die Aufbauarbeiten zu ESSEN.ON ICE. los. Während andere noch geruhsam die Nachwehen der Silvesterfeier kurieren, steht einer schon auf dem Platz. Und mit ihm 2.700 Europaletten.

Dass daraus in rund zwei Wochen eine Winterwelt entsteht, sieht man der Szenerie nicht an. Eisbahn, Rodelbahn und eine Original-Skihütte aus den österreichischen Alpen entstehen hier binnen weniger Tage.

Seit 18 Jahren erfreut ESSEN.ON ICE. Schlittschuhfreunde und Partygänger gleichermaßen. Seit 18 Jahren verbringt Berliner Urgestein Uwe Draber das erste Quartal des Jahres in der Ruhrmetropole. "Ein Stück weit ist Essen mein Zuhause, schließlich verbringe ich hier die längste zusammenhängende Zeit im Jahr", sagt er verschmitzt mit unverkennbarem Akzent.

Aus 20 Leuten vor Ort besteht sein Team der Bergmann Eventgastronomie, bei der er Geschäftsführer ist. Eigentlich stammen sie alle aus Berlin, uneigentlich handelt es sich um ein ziemlich internationales Trüppchen. Am fernsten der Heimat ist Maxime, er kommt aus Kamerun. Vor etwa drei Jahren hat er gefragt, ob er bei der "Party in Essen" auch mitmachen könne. Seitdem ist er dabei.

Wenn die Berge aus Europaletten auf dem Platz verteilt sind, bilden sie das Fundament für die Winterwelt. 3.250 Quadratmeter Holzboden werden darauf verlegt, über 1.000 davon werden später zur Eisfläche.

Seit 1995 ist Draber im Eisbahngewerbe unterwegs, betreibt die Winterwelt in Berlin, Heidelberg und Essen. Die Firma Bergmann selbst darüber hinaus noch in Dresden und Leipzig. Ob ein Leben mit Eisbahn sein Traumberuf war? "Ursprünglich wollte ich zur Marine." Das Element ist ja geblieben, nur der Aggregatzustand hat sich geändert.

Und was hat sich noch geändert, in 18 Jahren? "Mein Alter!" lacht er. Und davon ab? "Die Veranstaltung hat sich entwickelt, ist mit den Jahren runder geworden." Zu Beginn war schließlich nur die Eisbahn da. Später kam die Rodelbahn dazu. "Die stand am Anfang alleine auf dem Willy-Brandt-Platz", das ist eine Weile her. Und schließlich vor etwa 10 Jahren wurde mit der Schmankerl Hüttn das Ensemble komplettiert. Seitdem wurde die Hütte vergrößert, der Kunstschnee auf der Rodelbahn gegen weiße Rutschmatten ausgetauscht und Sportarten wie Polar Soccer und Eisstockschießen etabliert.

Bei so vielen Orten, ist Essen da etwas Besonderes? "Schon! Das ist so’ne Mentalitätsgeschichte. Wie wir Berliner ist der Essener gerade, offen und hilfsbereit. Das ist an anderen Orten anders. Hier rennt man immer offene Türen ein, das macht für mich Essen aus." Für uns auch!

Und nach ESSEN.ON ICE.? "Geht’s in die Sonne!"

ESSEN.ON ICE. läuft vom 19. Januar bis 11. März 2018. Sechsmal täglich beginnen die eineinhalbstündigen Laufzeiten auf dem Eis zwischen 10 Uhr morgens und 21:30 Uhr abends. Gerodelt werden kann von 10 bis 22 Uhr. Die Hütte ist von 11 bis 24 Uhr geöffnet, je nach Stimmung auch länger.

Alle Infos gibt es hier.

nis