und der Sängerkrieg auf Wartburg

Tannhäuser

© Foto: Eric Rossier
26.09.2020
18:00 Uhr

Tannhäuser ist ein ewig Suchender, ein ruhelos Getriebener. Nachdem er im Venusberg die Welt aus Lust und Sex im Überdruss genossen hat, treibt es den rastlosen Künstler weiter. Doch sein Weg führt ihn geradewegs zurück zur Wartburg, wo er auf Elisabeth trifft, die er zuvor verlassen hatte und die ihn noch immer liebt. Ein Sängerwettstreit erweckt seine Neugier. Als alle Teilnehmer jedoch das immer gleiche Ideal der hohen Minne besingen, platzt Tannhäuser schließlich der Kragen: Er stimmt ein Loblied auf die Venus an und bricht damit alle Regeln der Kunst und Gesellschaft. Ein Streit eskaliert, der Tannhäuser fast das Leben kostet. Nur durch die Fürsprache Elisabeths wird ihm zugestanden, sich mit einem Pilgerzug nach Rom zu begeben. Doch Tannhäuser ist nicht zum Büßen geboren …

Seit Jahrtausenden prägt der Dualismus unterschiedlicher Prinzipien unser Gesellschaftsbild. Idee oder Materie, geistiges Streben oder leibliche Erfüllung, himmlische Verklärung oder irdische Lust? Tannhäuser aber kann und will diese Spaltung nicht akzeptieren und sucht seine Erfüllung mal in christlich fundierter Liebe, mal in spiritueller Mystik, mal in purer Lust. Doch nichts und niemand kann sein Verlangen stillen. Auch Richard Wagner sollte die Beschäftigung mit seinem revolutionären Titelhelden bis zu seinem Tode nicht loslassen.

Noch auf dem Sterbebett soll er gesagt haben: „Ich bin der Welt noch einen Tannhäuser schuldig!“ Der zweimalig für den Faust-Preis nominierte Regisseur Paul-Georg Dittrich zeigt Tannhäuser als Künstler, der sich auf eine Reise durch die Zeit und durch die Kunstgeschichte begibt und der sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart mit seiner Kunst revolutioniert und gesellschaftliche Konzepte infrage stellt. Aber aus welcher Perspektive blicken wir heute auf Kunst? Einführungsvortrag 30 Minuten vor jeder Vorstellung im Foyer Einführungsmatinee am 20. September 2020 It ̓s Teatime am 25. September 2020 Nachgespräch am 30. September und 25. Oktober 2020 in der Aalto-Cafeteria

Eintritt

Vorerst nur Reservierungen unter T 02 01 81 22-200 möglich

Veranstaltungsort

Aalto-Theater
Opernplatz 10
45127 Essen
+49 201 8122-200
tickets@theater-essen.de
www.theater-essen.de

Veranstalter

Theater und Philharmonie Essen
II. Hagen 2
45127 Essen
0201 8122 -200
tickets@theater-essen.de
www.theater-essen.de
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