Essen Marketing holt die Tourismus-Welt ins Ruhrgebiet

Zum Abschluss des GTM 2022 in Oberammergau erhielten die Partner für die Ausrichtung des Events im kommenden Jahr den GTM-Pokal. v.l.n.r. Julia Grundmann (DZT), Andreas Wietheger (Ruhr Tourismus), Julia Bauer (Tourismus NRW), Petra Hedorfer (DZT) und Richard Röhrhoff (EMG). | © DZT/Jens Wegener

Im April 2023 wird der German Travel Mart (GTM), der größte Tourismus-Workshop Deutschlands, erstmalig in Essen ausgerichtet. Vom 16. bis 18. April 2023 treffen rund 500 Reiseagent*innen und Journalist*innen auf die rund 400 Touristik-Anbieter Deutschlands. Veranstalter ist die DZT - Deutsche Zentrale für Tourismus. Petra Hedorfer, Vorstandsvorsitzende der DZT: "Wir freuen uns bereits heute auf den nächsten GTM in Essen. Das hohe Interesse an Reisen nach Deutschland bei der internationalen Reiseindustrie spiegelt die Notwendigkeit einer solchen Businessplattform wider. Das Ruhrgebiet zeigt exemplarisch eine gelungene Transformation hin zu einer umweltorientierten Region mit einem breiten Angebot für Natur- und Aktivurlaub. Essen wiederum unterstreicht beispielsweise mit dem UNESCO-Weltkulturerbe Zollverein und der Villa Hügel die Position Deutschlands als Kulturreiseziel Nr. 1 in Europa."

Herzstück des GTM ist der Workshop in den Räumen von Philharmonie und Saalbau am 17. und 18. April. Über ein Buchungstool können sich Agent*innen und Anbieter*innen zu festen Uhrzeiten verabreden und austauschen, mit dem Ziel, die Kontakte langfristig zu vertiefen und somit den Tourismus nachhaltig zu beflügeln. Flankiert wird das Meeting von zwei Abendveranstaltungen in der Grand Hall auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein und in der dann neue eröffneten Luftschiffhalle auf dem Flughafen Essen-Mülheim. Besonders interessant ist aber auch das Pre- und Post-Convention-Programm der DZT, das zusammen mit dem Tourismus NRW e.V. und der RTG - Ruhr Tourismus GmbH entwickelt wird. "Die Gäste sollen Land und Leute kennenlernen. Rund um den Workshop werden die Besucher*innen nicht nur Essen, sondern insbesondere auch das Ruhrgebiet und ausgewählte touristische Highlights in Nordrhein-Westfalen bei Touren kennenlernen", so Heike Döll-König, Geschäftsführerin des Tourismus NRW e.V. Für das Ruhrgebiet sieht der RTG-Geschäftsführer Axel Biermann große Chancen: "Wir sind eine Region, die noch über gewaltige touristische Potenziale verfügt. Daher ist die Bewerbung Essens ein Meilenstein für unsere Tourismus-Entwicklung und ich bin sicher, dass der GTM 2023 der Region einen kräftigen Aufschwung verleihen wird."

Für die EMG – Essen Marketing GmbH als Gastgeber hat die Durchführung des GTM eine strategische Bedeutung: "Als ich vor viereinhalb Jahren angetreten bin, habe ich das Ziel ausgegeben, Essen auf die Landkarte der touristisch relevanten Städte zu setzen", betont EMG-Geschäftsführer Richard Röhrhoff. „Mit Durchführung des GTM erreichen wir dieses Ziel!“ Röhrhoff betont die nie dagewesenen Bemühungen im Essener Tourismus. Es sind drei Wandersteige zwischen 2017 und 2022 entstanden, die Essen zur "Hauptstadt für urbanes Wandern" machen. Auch das touristische Radwegenetz ist beispiellos. Mit dem UNESCO-Welterbe Zollverein verfügt Essen über den Leuchtturm der Industriekultur und erzeugt in der Summe aus Kunst (Museum Folkwang), grünem Ruhrtal und der Industriekultur im Norden ein einmaliges Spannungsfeld. "Wichtig im Marketing sind Alleinstellungsmerkmale. Es gibt keine vergleichbare Stadt in der Welt, die solche ein Portfolio aus Urbanität, Naturerlebnis und Industriekultur zu bieten hat, wie Essen. Mit der weltweit einzigartigen Mixed-Reality-Tour 'Essen 1887' haben wir nun auch die Angebotslücke in der Innenstadt geschlossen und sind nun bereit, unsere Angebote selbstbewusst zu vermarkten", so Röhrhoff.

Seit 2018 hat die EMG die Vermarktungsstrategie verändert und will das Image der Stadt insbesondere über eine aktivere Rolle beim Tourismus verbessern. "Wer nach Essen kommt, wird immer positiv überrascht, dieser Effekt ist wichtig und den müssen wir verstärken", so Röhrhoff. Deshalb trieb die EMG die Entwicklung von Produkten und Reiseanlässen voran, die nun nach der Pandemie intensiv und umfassend vermarktet werden sollen. Der Bereich Tourismus wurde stark digitalisiert, so ist Essen Pionierstadt beim Landes-Projekt 'Destination One'. Zudem wurde der Bereich Tourismus personell und vor allem finanziell gestärkt, auch mit Unterstützung der hiesigen Hotellerie. "Essen hat großes Potenzial, wir haben viel zu bieten und als klassische Geschäftsreisen-Stadt freie Hotelkapazitäten an den Wochenenden. Man könnte Essen auch einen echten Geheimtipp nennen", so Röhrhoff.

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